Schlöglmann in Oberösterreich und im südöstlichen Bayern


Die Grafik zeigt die Verteilung von Festtelefonnummern auf Landkreise/Bezirke zum Namen Schlöglmann in Deutschland und in Oberösterreich (http://christop.stoepel.net/geogen.aspx). Schlöglmann in Deutschland: Es wurden 27 Einträge gefunden und in 12 verschiedenen Landkreisen lokalisiert. Damit tritt der Name unterdurchschnittlich häufig auf. Schlöglmann in Österreich: Es wuren 41 Einträge gefunden, davon die Mehrzahl im Innviertel, Oberösterreich.

Erkenntnisse aus Kirchenbüchern und von Totenzetteln (http://familienanzeigen.genealogy.net/totzfanamen.php):
Namensträger Schlöglmann wohnen schwerpunktmäßig im Bezirk Schärding/Innviertel/Oberösterreich und im südöstlichen Bayern. Das Innviertel gehörte bis 1779 zu Bayern. Die Recherche in Kirchenbüchern des Bistums Passau kann nun online erfolgen: (www.data.matricula.info/php/main.php). Dort sind u.a. Kirchenbücher von Pfarreien aus Oberösterreich und aus dem südöstlichen Bayern online einsehbar. Einen sehr guten Überblick zu den Einträgen in Kirchenbüchern des Bistums Passau zum Namen Schlöglmann bietet auch das GenTeam (http://www.genteam.at). Neben den online-Recherchen hatte ich die Pfarreien Taufkirchen a.d.Pram und Diersbach persönlich aufgesucht und dort Kirchenbücher eingesehen.

In 21 Orten in Oberöstereich wurden im 17./18./19./20. Jahrhundert Angehörige dieser Sippe festgestellt: Taufkirchen a.d.Pram, Diersbach, Raad, Froschau, Edenwiesen, Unteranzing / Unterauzing*, Waging, Wallmannsbach*, Hartwagen, Sigharting, Doblern, Sumetsrad, St. Florian am Inn, Geinberg, Angsüß, Lohstampf, Mayberg, Großpichl, Katzenberg, Neumarkt i.H. und Hackenbuch. Die frühesten Einträge fand ich in den Orten Diersbach und Edenwiesen. Im "Schlöglmannsgut" in Edenwiesen können Angehörige der Sippe durchgängig bis in das 17. Jahrhundert nachgewiesen werden. Bei den ältesten Eintragungen ist die Namensvariante Schleglman(n) zu finden. Für das Schlöglmannsgut in Edenwiesen wurde eine detaillierte Ausarbeitung erstellt, die nicht Teil meiner Homepage ist. Sie kann bei mir per e-mail angefordert werden.
* = Diese Orte sind in den Kirchenbüchern von Taufkirchen a.d.Pram und Diersbach aufgeführt. Sie können jedoch nicht zugeordnet werden.

Im südöstlichen Bayern bin ich in folgenden Orten fündig geworden: Passau, Giglmörn, Ries, Unterthannet, Unteröd, Dorfbach, Hütting und Ottenberg.

Datails:
In Ottenberg hatte am 11. Februar 1800 ein Matthias Schlegelmann/Schlöglmann, geb. am 18.02.1766, geheiratet, die Braut hieß Katharina Hallhuber. Katharina Schlöglmann ist am 11.02.1821 mit 49 Jahren an Herzschwäche gestorben. Matthias wurde als Häusler und Zimmermann genannt und als "Holzmichl von Ottenberg" bezeichnet. Matthias hatte am 14.10.1822 erneut geheiratet. Die Braut hieß Maria Harzholzer. Der Vater des Bräutigams war Georg Schleglmann/Schlöglmann aus (Unter-)Auzing/Pfarrei Diersbach/Oberösterreich. Matthias und Katharina hatten 3 Kinder: Johannes Nepomuk, Katharina, gestorben am 28.10.1800, und Franz. Franz Schlöglmann hatte 1835 Magdalena Haslinger geheiratet. Das Paar hatte in Ottenberg ebenfalls 3 Kinder: Anna, Franz Paul und Kreszenzia, geb. am 18.03.1839.

Ein Franz Schlöglmann, Webermeister und langjähriger Gemeindediener in Unterthannet, Haus Nr. 107 1/3, geb. 1806, und seine Frau Magdalena, geb. 1812, hatten vermutlich 5 Kinder: Georg, geb. 1842, gestorben am 13.2. 1868 mit 26 Jahren. Joseph, geb. 1843, gestorben 1872 mit 29 Jahren wenige Tage nach dem Tod seines Vaters. Franz Schlöglmann wollte am 18.4.1872 seinen Sohn Joseph im Krankenhaus in Vilshofen besuchen. Dieser lag dort mit Blattern. In Oberigelbach ist er auf der Straße tot umgefallen. Er wurde 66 Jahre alt. Johann Nepomuk Schlöglmann, geb. 28.12.1851, war als Gendarm der Station Haag, Brigade Wasserburg, tätig. Katharina, geb. 1856, gestorben 8.4.1866 mit 10 Jahren. Eine Tochter hieß Kreszenz und hatte einen unehelichen Sohn mit Namen Johann, der am 7.10.1874 als Kind verstorben ist. Die Ehefrau von Franz, Magdalena, wohnhaft in Unterthannet ist am 21.1.1885 mit 73 Jahren verstorben.

Übersicht zu den Wohnorten und zum Jahr der erstmaligen Feststellung.

openstreet map

Folgende Namensvarianten konnten bisher bei dieser Sippe erkannt werden:
Schlegelmann, Schleglman(n), Schlöglman(n), Schlögelman(n), Schläglmann, Schlägelmann.

Schleglmann und Schlöglmann in der Oberpfalz:
Im 17. und 18. Jahrhundert trat der Name Schleglman auf der Haar/Opf auf. Ein Matthes Schlöglmann ist im 17. Jahrhundert in Eschenbach/Opf., eine Katharina Schlöglmann in Penzenreuth/Opf. und eine Kunigunde Schlöglmann* in Kirchenthumbach sind im 18. Jahrhundert erkannt worden.
* = Die Eltern von Kunigunde Schlöglmann waren: Wolfgang Schreglmann und Kunigunde Schreglmann, geb. Reichold. Diese haben später im Raum Jetzendorf nördlich Dachau gelebt.

Eine Zusammengehörigkeit der Schreglmann- mit der Schlöglmann-Sippe ist wahrscheinlich, jedoch fehlt ein eindeutiger Nachweis.


Argumente, die für eine Zusammengehörigkeit sprechen:
Im 17./18. Jahrhundert sind im deutschsprachlichen Raum die Namen der beiden Sippen nur in der Oberpfalz, im südöstlichen Bayern und im Innviertel feststellbar. Sowohl Schreglmann wie auch Schlöglmann sind seltene Namen. Das trifft in noch stärkerem Maße auf die Namensvarianten zu. Die ersten Einträge der Sippennamen in Kirchenbüchern des 17. Jahrhunderts lauten sowohl in der Oberpfalz wie auch im Innviertel Schleglman(n).

Dagegen spricht:
In den Kirchenbüchern ist kein Zusammenhang mit der Schreglmann-Sippe in der Oberpfalz erkennbar, jedoch bestanden Verbindungen zwischen den Angehörigen der Schlöglmann-Sippe im südöstlichen Bayern und dem Innviertel. Siehe oben: Mathias Schlöglmann, wohnhaft in Ottenberg/Bayern, der aus Diersbach/Oberösterreich stammt.