Vorbach, Pfarrei Mockersdorf

Vorbach ist wahrscheinlich eine slawische Gründung nach der germanischen Völkerwanderung. Die Slawen wurden vermutlich um das 11. Jahrhundert durch bayrische Siedler verdrängt. Diese setzten die Rodungen fort. 1314 ist der Dorfname erstmalig als Vorben genannt. 1454 heißt der Ort Forwein. Die freien Bauern bzw. adelige Grundherren verkauften oder stifteten ihren Besitz dem Kloster Speinshart, so daß die 12 Bauernhöfe des Ortes 1509 komplett dem Kloster gehörten. Etwa um 1600 wurde am Ortsrand eine Schloßanlage durch die Landgrafen von Leuchtenberg errichtet und als Lehen an Angehörige des niederen Adels gegeben. Zu dem Rittergut/Landsassengut/(Name ab 1628 =) der Hofmark entstanden 6 kleine Seldengüter. Bei der ersten Bestandsaufnahme des Königreichs Bayern, dem Rustikalkataster von 1812, wurden 15 Bauernhöfe des Klosters Speinshart und 12 Seldengüter der Hofmark gezählt.
Quelle: A. Biersack, Amberg
1910 war Vorbach dem Bezirksamt Eschenbach zugehörig und hatte 353 Einwohner.

Hinweis: Neben meinen direkten Vorfahren, die sich auf "die Haar" zurückführen lassen und im Kapitel "Vorfahren und Verwandte" behandelt werden, lebten in Vorbach andere Angehörige der Schreglmann-Sippe, die sich auf Penzenreuth zurückführen lassen.


Johann Georg Schrecklmann und Anna Maria Schrecklmann, Kinder:

Johann Georg, geb. 1743

Maria Magdalena, geb. am 20. Juli 1747

Anna Katharia, geb. am 25. Juli 1753


Michael Schrecklmann und Kunigunda Schrecklmann, Kinder:

Johann Bartholomäus, geb. am 6. Juni 1816

Georg Bartholomäus, geb. am 6. Juli 1819

Magdalena Barbara, geb. am 3. Dez. 1821


Im Heimatbuch "Vorbach" von A. Biersack, Amberg, sind in den Berichten über die Klosterbauernhöfe folgende Angaben zur Schreglmann-Sippe:

Johann Schreglmann*, geb. 1681 in Penzenreuth, hat 1710 in Vorbach den "Koiserhof", einen Klosterbauernhof, Haus Nr. 6, gekauft. Er hat später den Hof mit Hof Nr. 1 getauscht**. Seine Frau Barbara Schreglmann, geb. Prenl, starb 1716 32-jährig. Sie hatten eine Tochter, Barbara Schreglmann, die 1715 geboren wurde. Johann heiratete nochmal, Anna Schreglmann, geb. Gmelch. Diese vererbte den Hof nach dem Tod von Johann an die Tochter aus 1. Ehe, Barbara. Sie stirbt 70-jährig als Altsitzer im Jahr 1762.

Haus Nr. 13: Georg Sporer heiratete die Nichte von Johann Schreglmann, Anna Maria Schreglmann im Jahr 1758.

Haus Nr. 31: Georg Bauer kaufte 1707 den Hof und heiratete die Schwester von Johann Schreglmann aus Penzenreuth.

Haus Nr. 33: Maria Legath heiratete 1832 Lorenz Schreglmann von Haus Nr. 32. Lorenz ist der ältere Bruder meines UrUrgroßvaters Johann Lorenz.

Haus Nr. 41/Oberhammermühl: Anton Speckner, Müller, heiratete am 22.Nov. 1927 Maria Margarethe Schreglmann von der Haar.

Flettersmühl: Georg Schreglmann und Frau Sibille, geb. Gradl, kauften 1877 die Mühle.

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*= Die Originalschreibweise des Namens ist im Heimatbuch nicht genannt.

**= In den Zinsbüchern des Klosters Speinshart ist bis 1744 für das Haus Nr. 6 in Vorbach Hans Schöckhlmann als zinspflichtiger Besitzer zusammen mit Konrad Roder genannt. Ab 1745 ist er Alleinbesitzer. 1747 ist Hans Schöckhlmann gestrichen worden. Da dürfte der Tausch mit Haus Nr. 1 stattgefunden haben.